VERMITTLUNGSANGEBOT FÜR SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER 

 SOMMER UND HERBST 2010  

Anmeldung und Information unter:

stadtmuseum@stadt.graz.at

t 0316/872 7600

Sackstraße 18

8010 Graz

 

DIE KUNST DER ANPASSUNG

Steirische KünstlerInnen im Nationalsozialismus zwischen Tradition und Propaganda

16. Juni 2010 – 2. Januar 2011

 

Die Ausstellung zeichnet Verhaltensweisen jener Künstler/-innen nach, die sich nach dem „Anschluss“ auf die Seite der Nationalsozialist/-innen geschlagen hatten, beziehungsweise schon jahrelang selbst treibende Kräfte der nationalsozialistischen Bewegung in der Steiermark waren. Mit unterschiedlichen Formaten bietet das Stadtmuseum Graz ein anspruchsvolles Vermittlungsangebot für Schulklassen.

 

-         Überblicksführungen (Dauer: 45 Min)

-         Seminare in der Ausstellung (Dauer: 75 Min)

-         Ausbildung zur Schulklassenführer/-in (Dauer: Seminarblöcke an mehreren Tagen)

  

DIE KUNST DER ANPASSUNG 

FÜHRUNGEN FÜR SCHÜLER/-INNEN

Zielgruppe: Schüler/-innen ab 12 Jahren

Dauer: 45 Minuten

Kosten: 2,- € pro Schüler/-in

 

Bei den Überblicksführungen vermitteln wir den Schüler/-innen die Grundzüge der Ausstellung. Ein Lernziel ist es, die während des Nationalsozialismus produzierten künstlerischen Arbeiten differenziert zu betrachten, zwischen eindeutig ideologischen und anderen Arbeiten zu unterscheiden und den Blick für Funktionsweisen eines faschistischen Kulturbetriebs zu schärfen. Dabei soll nicht “Gute Kunst” und “Böse Kunst” kategorisiert werden, sondern die meist vielschichtigen Gratwanderungen der steirischen Künstler/-innen in der Anpassung an das nationalsozialistische System sowie alternative Handlungsspielräume diskutiert werden.  

SEMINARE IN DER AUSSTELLUNG
DIE KUNST DER ANPASSUNG 
Zielgruppe: Schüler/-innen ab 12 Jahren
Dauer: 75 Minuten
Kosten: 2,- € pro Schüler/-in 

Alle buchbaren Seminare in der Ausstellung DIE KUNST DER ANPASSUNG bestehen aus mehreren Modulen. In einem Intro orientieren wir uns mit den Schüler/-innen an zentralem Basiswissen für die grundlegende Verortung der Ausstellung: Was ist Nationalsozialismus? Was ist Kunst? Und was passiert, wenn Kunst und Nationalsozialismus zusammenkommen? In der folgenden Impulsführung verschaffen sich die Schüler/-innen einen Überblick über die Teilthematiken und verfolgen im Austausch mit den Vermittler/-innen die inhaltlichen Leitlinien der Ausstellung. Im zweiten Teil des Seminars betätigen sich  die Schüler/-innen selbst als Zeithistoriker/-innen. Dabei nutzen sie die Infozonen in der Ausstellung, die eine Fülle von Dokumentationsmaterialien zu den Künstler/-innen bereit stellen und mittels derer die Schüler/-innen einfachere und komplexere Aufgabenstellungen selbständig recherchieren. Der aktiven Recherche, Analyse und Auswertung folgt eine mündliche Präsentation der Ergebnisse in der Gruppe. Im abschließenden Outro sind die Seminarteilnehmer/-innen eingeladen, die Ausstellung mit ihren Inhalten kritisch zu bewerten und ihre Eindrücke zu artikulieren.

 

Folgende Seminarmodule stehen zur Auswahl:

Steirische NS-Künstler/-innen?

Biografien und Produktionsweisen steirischer Künstler/-innen

„Der Neue Mensch“

Menschenverachtende Erhöhung im Dienst der Ideologie – Portrait, Akt und Rollenbilder

Graz als NS-Bühne

Die „Stadt der Volkserhebung“ - Graz als Schauplatz eines propagandistischen Schauspiels

Anpassung nach 1945

Brüche und Beständigkeiten in der Zeit nach 1945

 

AUSBILDUNG ZUR SCHULKLASSENFÜHRER/-IN 

Zielgruppe: Schüler/-innen ab 16 Jahren

Dauer: Seminarblöcke an mehreren Tagen

Kosten: 2,- € pro Schüler/-in

 

Für engagierte Schüler/-innengruppen bieten wir im Herbst 2010 eine Ausbildung zur Schulklassenführer/-in an. Ziel der Seminarreihe ist es, die Teilnehmer/-innen mit den notwendigen Kompetenzen auszurüsten, um in Folge selber Schüler/-innen, zum Beispiel jüngere Jahrgänge aus der eigenen Schule, professionell durch die Ausstellung führen zu können. Neben einer differenzierten Auseinandersetzung mit der Kunstproduktion in der nationalsozialistischen Steiermark werfen wir den Blick hinter die Kulissen der Ausstellung. Ist das Konzept der Ausstellungsmacher stimmig? Sind die Texte verständlich? Welche Schlüsse werden aus den biografischen Daten und den Arbeiten der Künstler/-innen gezogen und wie werden diese dargestellt? Was ist die wesentliche Aussage der Ausstellung? Und wie vermittle ich diese Inhalte meiner Gruppe? Wie stehe ich vor der Gruppe, was sage ich wo und wann moderiere ich einen Gruppendialog? Wir begleiten die Schüler/-innen bei der Ausarbeitung eines Führungskonzeptes und trainieren mit ihnen den persönlichen Auftritt für die eigene Museumsführung. Die Schüler/-innen sind danach in der Lage, in der thematisch anspruchsvollen Ausstellung DIE KUNST DER ANPASSUNG selbständig Schulklassenführungen durchzuführen.

 

 

FÜHRUNGEN FÜR LEHRER/-INNEN

kostenfrei!

 

Zur Vorbereitung des Ausstellungsbesuchs mit der Schulklasse bieten wir für interessierte Lehrer/-innen(gruppen) kostenlose Überblicksführungen an – wenden Sie sich an unsere Besucherinformation für einen passenden Termin!

Oder Sie kommen zu einem unserer Fixtermine speziell für Lehrer/-innen in die Ausstellung „Die Kunst der Anpassung“. Diese sind am:

 

23. Juni 2010, 16.00 Uhr

29. September 2010, 16.00 Uhr

3. November 2010, 16.00 Uhr

 

Wir bitten Sie, Ihren Besuch im Stadtmuseum anzumelden.

 

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JÜDISCHE PORTRAITS

Photographien von Herlinde Koelbl

Ausstellungsdauer: 10. März 2010 – 14. November 2010

 

Ausstellungsgespräch mit Schüler/-innen

Zielgruppe: Schüler/-innen ab 12 Jahren

Dauer: 60 Minuten

Kosten: 2,- € pro Schüler/-in

 

In Ergänzung zur Ausstellung DIE KUNST DER ANPASSUNG zeigt das Stadtmuseum Graz die Fotoschau JÜDISCHE PORTRAITS. Die Ausstellung zeigt 37 Fotoportraits von Persönlichkeiten mit deutsch-jüdischen Wurzeln, die das öffentliche und kulturelle Leben der vergangenen Jahrzehnte prägten. Alle Portraitierten konnten der Verfolgung durch die Nationalsozialist/-innen entkommen und haben den Holocaust überlebt.

Ausgehend von einem historischen Überblick, im Rahmen dessen sich die Schüler/-innen mit der uneingeschränkt lebensbedrohlichen Auswirkung der antisemitischen Politik des NS-Staats auseinandersetzen, wenden wir uns den individuellen Lebensgeschichten zu. Welche Gedanken zum Holocaust formulierten die Portraitierten? Welche Rolle spielte das Jüdischsein in ihrem Leben? Was kennzeichnet ihre Einstellung zum Judentum? Im gemeinsamen Gespräch versuchen wir Antworten auf eine scheinbar einfache Frage zu finden: Was ist jüdisch?

 

           

 

WIRKLICHKEITEN. GRAZ UM 1900

Eine Ausstellung des stadtmuseumgraz mit 118 Diapositiven aus dem Kulturamt – Grazer Stadtarchiv

Ausstellungsdauer: 14. Oktober 2009 – 31. Oktober 2010 

 

Dialogorientierte SchülerInnenführung  

Zielgruppe: Schüler/-innen aller Altersstufen

Dauer: 50 Minuten

Kosten: 2,- € pro Schüler/-in

                         

Die Ausstellung WIRKLICHKEITEN zeigt über einhundert originale Fotoglasplatten, die ursprünglich für den Unterricht an Schulen gedacht waren. Welche Informationen können uns die Bilder von Graz um 1900 heute vermitteln? Mit Lupen erforschen wir die hinterleuchteten Bilder in den abgedunkelten Räumen und setzen den eigenen Blickwinkel auf die Stadt in Relation zu einer vergangenen Epoche. Neben der fotohistorischen Dimension diskutieren wir zentrale inhaltliche Fragen der Ausstellung: Was macht Graz um 1900 aus? Welche Entwicklungen waren wesentlich für das Selbstverständnis der Stadt? Und welche ideologischen Gesinnungen werden deutlich? 

   

 

MEINE WIRKLICHKEIT. GRAZ 2010

Fotoworkshop

Zielgruppe: Schüler/-innen ab 11 Jahren

Dauer: 2 x 60 Minuten plus Nachbearbeitung

Kosten: 2,- € pro Schüler/-in

 

Nach einer kurzen Überblicksführung analysieren wir die hinterleuchteten Bilder in den abgedunkelten Räumen der Ausstellung. Angeregt durch die Auseinandersetzung mit den hundert Jahre alten Momentaufnahmen der Stadt Graz wenden wir uns unserer eigenen Lebenswelt zu und entwickeln spezifische Aufgabenstellungen zur Betrachtungsweise. In Folge werden die Schüler/-innen im öffentlichen Raum aktiv und halten den eigenen Blickwinkel auf die Stadt fotografisch fest. Die neu entstandenen Bilder ergeben eine flüchtige Stimmung von Graz um 2010 und können im Museum präsentiert werden.

 

Angebote im APOTHEKENMUSEUM

Zielgruppe: Schüler/-innen von 6 bis 12 Jahren

Dauer: 90 Minuten

Kosten: 2,- € pro Schüler/-in

 

Im Innenhof des Palais Khuenburg hat das Stadtmuseum Graz eine Besonderheit zu bieten – die außergewöhnliche Schausammlung des Apothekenmuseums. Für Schulklassen bieten wir spannende Workshops:

 

PILLE, PASTILLE UND PULVERKANONE

Flüssig oder fest: Was wirkt wie?

Je nach Zubereitung wirken Arzneistoffe langsamer oder schneller, länger oder kürzer, sie schmecken süß oder bitter. Mit dem Arzneiquiz ertasten die Schüler/-innen einzelne Arzneiformen, mischen mit Pistill und Pathene eine eigene Salbe und wiegen mit einer alten Balkenwaage die Zutaten für ein Duftsackerl auf das Gramm genau ab. Der Einblick in frühere Arbeitsweisen veranschaulicht den Schüler/-innen, wie wichtig es für Apotheker und Apothekerinnen ist, genaue Rezeptmengen einzuhalten.

 

VORSICHT GIFT!

Warum sind Gifte giftig?

Was hat es mit Mumienpulver auf sich und ist das wirklich das Pulver von alten ägyptischen Mumien? Die Antworten auf diese und viele andere Fragen zum Thema Gift in der Apotheke werden bei diesem Workshop im Apothekenmuseum beantwortet. Neben dem Mischen von Knetmasse kreieren die Schüler/-innen ihr eigenes Parfum.


Die Apothekenworkshops werden von der Steirischen Apothekerkammer unterstützt.

 

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GRAZ GANZ GROSS

Stadtgeschichte für Volksschüler/-innen

Zielgruppe: Schüler/-innen von 6 bis 10 Jahren

Dauer: 90 Minuten

Kosten: 2,- € pro Schüler/-in

 

Mit dem grizelGRAZel-Buch und der Stadtgeschichte-Zeitschnur entdecken die Schüler/-innen Schritt für Schritt die geschichtliche Entwicklung der Stadt von der kleinen Burg Gradec bis zum Kulturhauptstadtjahr 2003. Das Stadtmodell, das Graz um 1800 zeigt, ermöglicht die visuelle Veranschaulichung der erklärten Details. Mit unterschiedlichen historischen Stadtansichten bietet das Stadtmuseum den Schüler/-innen einen Blick auf die urbanen Veränderungen der steirischen Landeshauptstadt.