Das Garnisonsmuseum auf dem Schloßberg
1981 wurde das Garnisonsmuseum als Expositur des stadtmuseumgraz auf dem Grazer Schloßberg eröffnet. Der Standort auf der Stallbastei, neben dem Paulustor der bedeutendste Überrest der einstigen Renaissancefestung und einer der schönsten Aussichtsplätze der Stadt, gibt diesem Museum einen besonderen Charakter. Uniformen, Waffen, Ausrüstungsgegenstände und Bildtafeln führen die BesucherInnen durch die militärische Geschichte der Stadt.
Graz wurde nur ein einziges Mal in seiner Geschichte - sieht man von den Bombardements des Zweiten Weltkrieges ab - konkret in Kampfhandlungen verwickelt, nämlich im Juni 1809. An die damalige Belagerung des Schloßberges durch die Franzosen erinnern die vier Kanonen in der Kanonenbastei. Zuvor war Graz neben Wien das Zentrum in der Abwehr der osmanischen Expansion gewesen, ohne allerdings direkt angegriffen zu werden. Seit dem 18. Jahrhundert war die Stadt Garnisonsstadt, das heißt, dass hier auch Truppen in Friedenszeiten stationiert waren.
Ab dem frühen 19. Jahrhundert galt Graz als ein Ort, an dem man gut und billig leben konnte, weshalb sich immer mehr Offiziere und Beamte aus der ganzen Monarchie hier zur Ruhe setzten. Dies führte dazu, dass sich bald der Ausdruck "Pensionopolis" einbürgerte.
Ein weiterer Titel, der heute gerne schamvoll verschwiegen wird, folgte im 20. Jahrhundert: Adolf Hitler kürte Graz zur "Stadt der Volkserhebung", der kurzen Euphorie folgten Verfolgung, Vertreibung, Vernichtung und schwere Bombardements.
Öffnungszeiten 2010: 13. Mai 2010 - 26. September 2010 Donnerstag - Sonntag, 10 - 16 Uhr
Eintrittspreise 2010:
Kombiticket Garnisonsmuseum - Glockenturm: € 1,00 pro Person.
SchülerInnen haben freien Eintritt
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