2. NOVEMBER 2007 - 24. FEBRUAR 2008 ERÖFFNUNG: 1. NOVEMBER 2007
JOCHEN RINDT - MEMORIAL
Eröffnung: 1. November 2007 Dauer: 2. November 2007 - 24. Februar 2008 Verlängert bis zum 1. Juni 2008 !
Eine Kooperation von stadtmuseumgraz und WERKSTADT GRAZ Kuratiert von Joachim Baur.
Medienprojekt, Rauminstallation, Sammlung-Jochen-Rindt, DVD Präsentation, Plakat, Booklet, u.v.m.
Auf Einladung des stadtmuseumgraz durch Direktor Otto Hochreiter erarbeitet die WERKSTADT GRAZ im Rahmen der Reihe "WELTENbürgerInnen" ein Ausstellungs- und Medienprojekt zum berühmten Grazer JOCHEN RINDT.
Motiv:
Der am 18. April 1942 in Mainz (BRD) geborene und nach dem überraschenden Tod seiner Eltern in Graz aufgewachsene Jochen Rindt war von früh an motorsportbegeistert. Bereits ab 1961 nahm er an Rennen teil. Grazer Freunde und Geschäftsinhaber ermöglichten Jochen Rindt eine rasche prestigeträchtige Teilnahme an Tourenwagenrennen und einen rasanten internationalen Aufstieg als Rennfahrer.
Jochen Rindt gilt dabei als erster Pop-Star im Rennsport, der über das sportliche Talent hinaus wegweisend für die Prägung seiner Zeit war. In seinem hohen Anspruch an sich selbst überwindet er den Sportbereich und findet sich mit dem Popstar Andy Warhol auf einer Ebene:
"Na, wie das so ist, auf der einen Seite war es wunderbar, und auf der anderen Seite war es wirklich schlecht ...", Jochen Rindt über die Verschmelzung des Rennfahreres mit dem Rennwagen. "Ich würde gerne eine Maschine sein" dokumentiert Andy Warhol das neue ästhetische Empfinden der Pop-Art.
Das Interesse an Motoren, Autoästhetik, Mode und Medien ließ Jochen Rindt erstmals 1965 die JOCHEN-RINDT-SHOW realisieren, die ein riesiger Publikumserfolg werden sollte.
Nach grandiosen Siegen in Holland, Frankreich, England und Deutschland kam es am 5.September 1970 zum tragischen tödlichen Unfall beim Training für den GP von Italien in Monza. Jochen Rindt wurde 1970 posthum Weltmeister. Er ist damit der einzige Weltmeister der Formel 1 dem dieser Titel nach seinem Tod verliehen wurde.
Konzeption & Realisierung:
Im Rahmen der Ausstellungsreihe "WELTENbürgerInnen" konzipiert die WERKSTADT GRAZ ein Medienprojekt, eine Rauminstallation, Präsentationen von Originalen aus verschiedenen Jochen-Rindt-Sammlungen, Ausstellungs- und Projektplakat, Ausstellungskatalog als Booklet, eine DVD-Präsentation, Jochen-Rindt-Museumscafe, Öffentlichkeitsarbeit im Printmedien- und Internetbereich, Diskussionsforen, u.v.m.
Als "Popstar" durchbricht JOCHEN RINDT Grenzen der Medien und etabliert seine eigene "Marke". Die Grenzen zwischen Sport, Kunst und Gesellschaft verwischen sich im Leben von JOCHEN RINDT und bieten uns 37 Jahre nach seinem Tod immer noch eine solide Basis einer faszinierenden Darstellung im Zeitalter einer komplexen Mediengesellschaft. Das Phänomen JOCHEN RINDT ist daher auch ein kulturelles Phänomen über Bildreproduzierbarkeit bis zum Themenbereich Kultstatus, Ehre, Gedenken, etc.
Die durch die Pop-Art thematisierte Medienpräsenz, die damit verbundene Industrialisierung reproduzierbarer Massenbilder, die Objekt- und Symbolwelt der Konsumgesellschaft und Massenkommunikation und der von Andy Warhol für jeden Menschen gültigen Slogan "einmal im Leben 15 Minuten berühmt sein" bieten ein umfangreiches Arbeitsprogramm.
Für die Konzeption der WERKSTADT GRAZ bilden Phänomene wie: Starkult, Heldentod, Zivilisationsmonument, Online-Medienpräsenz, Erinnerungskultur, u.v.m. ein breites Gebiet für Expeditionen.
ZIVILISATIONSMONUMENT Über seinen Tod hinaus blieb Jochen Rindt unvergessen. 37 Jahre nach seinem Tod bildet sich Jahr für Jahr ein Lichtermeer an seinem Grab am Grazer Zentralfriedhof, ein "Zivilisationsmonument".
DVD - "JOCHEN RINDT - UNFORGETTABLE !" mit Beiträgen von Künstlern / Wegbegleitern / Wissenschaftern: Gottfried Bechtold, Pirmin Blum, Barbara B. Edlinger, G.R.A.M., Thelma Herzl, Hans Hollein, Alexandra Herzog, Erich Kaszay, Josef Klammer, Alfred Kolleritsch, Andreas Leikauf, Helmut Marko, David Moises, Erich Neger, Ingeborg Orthofer, Hans Royer, Werner Schwab, Robert Seeger, David Staretz, Ingeborg Strobl, Gustav Troger, Erich Walitsch, Peter Weibel, WERKSTADT GRAZ / Joachim Baur, Joe Willenpart, XXkunstkabel / Markus Haslinger, Helmut Zwickl Konzept: Joachim Baur / WERKSTADT GRAZ, Günter Holler-Schuster, Kamera: XXkunstkabel / Markus Haslinger, Ton: Andreas Fabianek, Oliver Wendlinger, Stimmen: Peter Uray, Grete Würschinger, Postproduktion: XXkunstkabel / Alexandra Herzog, Markus Haslinger, DVD Authoring: MKFX / Mario Kaufmann, Beratung & Historie: Erich Walitsch, Kooperation: GALERIE PATRICK EBENSPERGER, Produktion: WERKSTADT GRAZ
BOOKLET (2007) mit Beiträgen u.a. Arnold Mettnitzer, Andreas Maislinger, Annette Rainer, Annette Kravanja, Joachim Baur, Bazon Brock, Peter Weibel, Erich Walitsch, David Staretz, Wolfgang Philipp, Peter Schwarzenberg,
AUSSTELLUNG (1. November 2007 - 24. Februar 2008) mit Werken von Heimo Zobernig, Franz West, Anna Jermolaewa, G.R.A.M., Andreas Leikauf, Gert Mosettig, Jack Bauer, Max Gansberger, Anton Herzl, David Staretz, Clemens Fürtler, Timm Ulrichs, Gustav Troger, Alexander Baldele, Josef Schützenhöfer, Leo Schatzl, David Moises, Gottfried Bechtold, Hans Hollein, Peter Weibel, Bazon Brock & Werke und Objekte aus den Sammlungen: Joe Willenpart, Erich Neger, Erich Walitsch, Dr. Helmut Marko, Mag. Reinhard Diethardt
In Zusammenarbeit mit: GALERIE PATRICK EBENSPERGER, CHRISTINE KÖNIG GALERIE WIEN, diethARdT collection graz, GALERIE MEYER KAINER, GALERIE KONZETT, AUTOREVUE
Besonderer Dank an die GRAZER BESTATTUNG, WUNDERKAMMER GRAZ, Sportamt Graz, Tourismus Graz, ENERGIE GRAZ GMBH & Co KG, AUTOREVUE Österreich und an die Leihgeber.
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