23. NOVEMBER 2007 - 31. AUGUST 2008
ERÖFFNUNG: 22. NOVEMBER 2007, 19.00 UHR

Graz Portraits.
EINE KLEINE GESCHICHTE DER STADT GRAZ /
Teil I

Das stadtmuseumgraz zeigt in der Ausstellung GRAZ PORTRAITS. einen stadtgeschichtlichen Bogen von der "Kaiserresidenz" bis zur "Stadt der Volkserhebung".
In Epochen-Räumen werden Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen, Stiche und Fotos von jenen Personen präsentiert, die Graz in politischer, kultureller, wirtschaftlicher und/oder sozialer Hinsicht wesentlich geprägt haben oder deren Biografie als Unterlegene im geschichtlichen Prozess signifikant für die Geschichte dieser Stadt ist.
Die von Otto Hochreiter kuratierte Ausstellung zeigt Portraits aus den eigenen Sammlungen sowie aus jenen der Alten Galerie, der Neuen Galerie, der Österreichischen Nationalbibliothek, des Steirischen Landesarchivs und zahlreicher Schlösser und Klöster.
Am 22. November wird der erste Teil von GRAZ PORTRAITS. - vom Spätmittelalter bis 1809 - eröffnet; am 9.4.2008 der zweite Teil - von 1809 bis 1945.

Die Biografien finden Sie unter  www.graz.at/portraits 

 

2. NOVEMBER 2007 - 24. FEBRUAR 2008
ERÖFFNUNG: 1. NOVEMBER 2007

JOCHEN RINDT - MEMORIAL

Eröffnung: 1. November 2007
Dauer: 2. November 2007 - 24. Februar 2008 
Verlängert bis zum 1. Juni 2008 !

Eine Kooperation von stadtmuseumgraz und WERKSTADT GRAZ
Kuratiert von Joachim Baur.

Medienprojekt, Rauminstallation, Sammlung-Jochen-Rindt, DVD Präsentation, Plakat, Booklet, u.v.m.

Auf Einladung des stadtmuseumgraz durch Direktor Otto Hochreiter erarbeitet die WERKSTADT GRAZ im Rahmen der Reihe "WELTENbürgerInnen" ein Ausstellungs- und Medienprojekt zum berühmten Grazer JOCHEN RINDT.

Motiv:

Der am 18. April 1942 in Mainz (BRD) geborene und nach dem überraschenden Tod seiner Eltern in Graz aufgewachsene Jochen Rindt war von früh an motorsportbegeistert. Bereits ab 1961 nahm er an Rennen teil. Grazer Freunde und Geschäftsinhaber ermöglichten Jochen Rindt eine rasche prestigeträchtige Teilnahme an Tourenwagenrennen und einen rasanten internationalen Aufstieg als Rennfahrer.

Jochen Rindt gilt dabei als erster Pop-Star im Rennsport, der über das sportliche Talent hinaus wegweisend für die Prägung seiner Zeit war. In seinem hohen Anspruch an sich selbst überwindet er den Sportbereich und findet sich mit dem Popstar Andy Warhol auf einer Ebene:

"Na, wie das so ist, auf der einen Seite war es wunderbar, und auf der anderen Seite war es wirklich schlecht ...", Jochen Rindt über die Verschmelzung des Rennfahreres mit dem Rennwagen. "Ich würde gerne eine Maschine sein" dokumentiert Andy Warhol das neue ästhetische Empfinden der Pop-Art.

Das Interesse an Motoren, Autoästhetik, Mode und Medien ließ Jochen Rindt erstmals 1965 die JOCHEN-RINDT-SHOW realisieren, die ein riesiger Publikumserfolg werden sollte. 

Nach grandiosen Siegen in Holland, Frankreich, England und Deutschland kam es am 5.September 1970 zum tragischen tödlichen Unfall beim Training für den GP von Italien in Monza. Jochen Rindt wurde 1970 posthum Weltmeister. Er ist damit der einzige Weltmeister der Formel 1 dem dieser Titel nach seinem Tod verliehen wurde.

Konzeption & Realisierung:

Im Rahmen der Ausstellungsreihe "WELTENbürgerInnen" konzipiert die WERKSTADT GRAZ ein Medienprojekt, eine Rauminstallation, Präsentationen von Originalen aus verschiedenen Jochen-Rindt-Sammlungen, Ausstellungs- und Projektplakat, Ausstellungskatalog als Booklet, eine DVD-Präsentation, Jochen-Rindt-Museumscafe, Öffentlichkeitsarbeit im Printmedien- und Internetbereich, Diskussionsforen, u.v.m.

Als "Popstar" durchbricht JOCHEN RINDT Grenzen der Medien und etabliert seine eigene "Marke". Die Grenzen zwischen Sport, Kunst und Gesellschaft verwischen sich im Leben von JOCHEN RINDT und bieten uns
37 Jahre nach seinem Tod immer noch eine solide Basis einer faszinierenden Darstellung im Zeitalter einer komplexen Mediengesellschaft. Das Phänomen JOCHEN RINDT ist daher auch ein kulturelles Phänomen über Bildreproduzierbarkeit bis zum Themenbereich Kultstatus, Ehre, Gedenken, etc.

Die durch die Pop-Art thematisierte Medienpräsenz, die damit verbundene Industrialisierung reproduzierbarer Massenbilder, die Objekt- und Symbolwelt der Konsumgesellschaft und Massenkommunikation und der von Andy Warhol für jeden Menschen gültigen Slogan "einmal im Leben 15 Minuten berühmt sein" bieten ein umfangreiches Arbeitsprogramm.

Für die Konzeption der WERKSTADT GRAZ bilden Phänomene wie: Starkult, Heldentod, Zivilisationsmonument, Online-Medienpräsenz, Erinnerungskultur, u.v.m. ein breites Gebiet für Expeditionen.

ZIVILISATIONSMONUMENT
Über seinen Tod hinaus blieb Jochen Rindt unvergessen. 37 Jahre nach seinem Tod bildet sich Jahr für Jahr ein Lichtermeer an seinem Grab am Grazer Zentralfriedhof, ein "Zivilisationsmonument".

DVD - "JOCHEN RINDT - UNFORGETTABLE !"
mit Beiträgen von Künstlern / Wegbegleitern / Wissenschaftern: Gottfried Bechtold, Pirmin Blum, Barbara B. Edlinger, G.R.A.M., Thelma Herzl, Hans Hollein, Alexandra Herzog, Erich Kaszay, Josef Klammer, Alfred Kolleritsch, Andreas Leikauf, Helmut Marko, David Moises, Erich Neger, Ingeborg Orthofer, Hans Royer, Werner Schwab, Robert Seeger, David Staretz, Ingeborg Strobl, Gustav Troger, Erich Walitsch, Peter Weibel, WERKSTADT GRAZ / Joachim Baur, Joe Willenpart, XXkunstkabel / Markus Haslinger, Helmut Zwickl
Konzept: Joachim Baur / WERKSTADT GRAZ, Günter Holler-Schuster, Kamera: XXkunstkabel / Markus Haslinger, Ton: Andreas Fabianek, Oliver Wendlinger, Stimmen: Peter Uray, Grete Würschinger, Postproduktion: XXkunstkabel / Alexandra Herzog, Markus Haslinger, DVD Authoring: MKFX / Mario Kaufmann, Beratung & Historie: Erich Walitsch, Kooperation: GALERIE PATRICK EBENSPERGER, Produktion: WERKSTADT GRAZ

BOOKLET (2007)
mit Beiträgen u.a. Arnold Mettnitzer, Andreas Maislinger, Annette Rainer, Annette Kravanja, Joachim Baur, Bazon Brock, Peter Weibel, Erich Walitsch, David Staretz, Wolfgang Philipp, Peter Schwarzenberg,

AUSSTELLUNG (1. November 2007 - 24. Februar 2008)
mit Werken von Heimo Zobernig, Franz West, Anna Jermolaewa, G.R.A.M., Andreas Leikauf, Gert Mosettig, Jack Bauer, Max Gansberger, Anton Herzl, David Staretz, Clemens Fürtler, Timm Ulrichs, Gustav Troger, Alexander Baldele, Josef Schützenhöfer, Leo Schatzl, David Moises, Gottfried Bechtold, Hans Hollein, Peter Weibel, Bazon Brock  
& Werke und Objekte aus den Sammlungen:
Joe Willenpart, Erich Neger, Erich Walitsch, Dr. Helmut Marko, Mag. Reinhard Diethardt

In Zusammenarbeit mit: GALERIE PATRICK EBENSPERGER, CHRISTINE KÖNIG GALERIE WIEN, diethARdT collection graz, GALERIE MEYER KAINER, GALERIE KONZETT, AUTOREVUE

Besonderer Dank an die GRAZER BESTATTUNG, WUNDERKAMMER GRAZ, Sportamt Graz, Tourismus Graz, ENERGIE GRAZ GMBH & Co KG, AUTOREVUE Österreich und an die Leihgeber.

 

5. OKTOBER  2007 - 6. APRIL 2008
ERÖFFNUNG: 4. OKTOBER  2007, 19.00 UHR

Verlängert bis 24.08.2008

Hier ist es schön 

Grazer Ansichtskarten
Aus den Sammlungen des stadtmuseumgraz
 
Hier ist es schön - ist der Titel der Ausstellung von Ansichtskarten aus der Sammlung des stadtmuseumgraz, nach dem Titel eines Essays über Ansichtskarten von Robert Musil in seinem Nachlaß zu Lebzeiten.
Ansichtspostkarten sehen in der ganzen Welt einander ähnlich, in ihrer nachkolorierten Farbigkeit, ihren Produktionstechniken und in der Wahl der Blickperspektiven. Diese überlebensschönen kleinformatigen Bilder haben das Reisen und die Stadtwahrnehmung im späten 19. und dann vor allem im 20. Jahrhundert entscheidend geprägt.
Die Ausstellung Hier ist es schön zeigt, welche Bilder von Graz dabei in Umlauf kamen und die kollektiven Sehgewohnheiten zum Teil bis heute bestimmen.
 
Die Ausstellung zeigt aber auch, welche Geschichte(n) die Rückseiten der Karten erzählen. Und wie der Subtext von Bild und Mitteilung vor allem und immer wieder eines zu sagen versucht:
Dass es schön ist, hier, in Graz.

Idee und Konzept: DI Margareth Otti und Mag. Eva Tropper

 

„... IN DER LUFT HÄNGEN ...“

 

RAM - ENTWICKLUNG UND ERFORSCHUNG ZEITGENÖSSISCHER AUSDRUCKSMITTEL

 

Eröffnung am 08. November 2007 / 19.00 Uhr

stadtsalon im stadtmuseumgraz

 

Eröffnung: Direktor Otto Hochreiter, Dr. Astrid Kury / Einführung: Univ.-Doz. Dr. Werner Fenz /

Ort: stadtsalon im stadtmuseumgraz, Sackstraße 18

Ausstellungsdauer: 09.11.2007–13.01.2008

Öffnungszeiten: Di–So: 10:00–18:00 Uhr

 

Anfragen: Ute Kraschl, Akademie Graz, 0316 837985-13, ute.kraschl@akademie-graz.at, www.akademie-graz.at /

stadtmuseumgraz, Sackstraße 18, 8010 Graz, 0316 872 7600, stadtmuseum@stadt.graz.at

Es war und ist ein zentrales Anliegen von Akade­mie Graz und stadtmuseumgraz, junge Kunst zu fördern, die Kunstimpulse der Region frucht­bar zu machen und einen Raum der Auseinan­dersetzung mit aktuellen Diskursen herzustellen. Über die gesellschaftliche Sensibilität der Kunst werden Perspektiven eröffnet und Leitlinien für Selbst- und Weltansichten der Zukunft gelegt. Die Reihe Innenansichten bietet mit der Prä­sentation junger Künstlerinnen und Künstler, die einen biografischen Bezug zur Steiermark haben, einen Blick in den regionalen Raum Graz, Steier­mark und hinaus zu den Bezugspunkten, die sich aus den individuellen künstlerischen Biografien ergeben. Und sie bietet einen vertiefenden Blick in aktuelle künstlerische Positionen, Tendenzen und Fragestellungen.

Eine Kooperation von Akademie Graz

und stadtmuseumgraz

Kuratorinnen: Dr.in Astrid Kury und

DIin Margareth Otti


23. SEPTEMBER - 4. NOVEMBER 2007
ERÖFFNUNG: 22. SEPTEMBER 2007, 18.00 UHR

Reading Back And Forth

Koproduktion steirischer herbst & stadtmuseumgraz

Vierzig Jahre steirischer herbst:
Öffentlichkeit, Politik, Erinnerung, Rebellion


Mit
Maria Eichhorn (D), famed (D), Annika Eriksson (S), Willem Oorebeek (B), plan b (D/GB), Joke Robaard (NL), Michael Schuster (A) & Manuela Zechner (A/GB)
Kuratiert von Reinhard Braun (A)

Die Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Öffentlichkeit war für den steirischen herbst in den vierzig Jahren seines Bestehens immer eine Schlüsselfrage: Schließlich bewegt sich ein zeitgenössisches, streitbares Festival, das einerseits international ausgerichtet ist, andererseits stark lokal verwurzelt, in einem besonderen Spannungsfeld der Öffentlichkeiten – zwischen Liebe und Skandal. Hat also der steirische herbst etwas in Gang gesetzt, das die Grenze zwischen Kunst und Öffentlichkeit zumindest vorübergehend ins Wanken gebracht hat? Oder handelt es sich dabei um Mythen? Um eine Geschichte, die sich nicht wiederholen kann?

„Reading Back And Forth“ lädt sieben Künstlerinnen und Künstler ein, diesen Fragen nachzuspüren und in Auftragsarbeiten spezifische Lesarten der Geschichte und der Gegenwart des Festivals zu entwickeln: Durch Interventionen im öffentlichen Raum oder im Raum der Ausstellung werden Mechanismen der Produktion beschrieben, Rückbezüge auf künstlerische Positionen aus der Anfangszeit des Festivals hergestellt oder das Verhältnis von Politik und Kultur untersucht. Wo liegen die Grenzen, Widersprüche oder Ausschließungen einer Institution, die sich immer wieder dem Risiko der Ermöglichung künstlerischer Prozesse verschrieben hat?

Die Geschichte des Festivals wird durch eine solche Befragung weder heroisiert noch ihre Bedeutung relativiert. Stattdessen werden als selbstverständlich angesehene Produktions- und Vermittlungsmodelle neu in den Blick genommen, um ihre Konsequenzen für künstlerische Praktiken und Strategien selbst zu beleuchten. Weniger ein Blick in die Vergangenheit als in die Gegenwart.

Koproduktion steirischer herbst & stadtmuseumgraz

Öffnungszeiten: Di - So, 10.00 bis 18.00 Uhr.

 

Ein Zimmer für mich
Lebenswelten im Seniorenheim

ERÖFFNUNG: 4. SEPTEMBER, 18.30 UHR

Menschen streben danach ihren Alltag zu überschreiten - sei es durch Träume oder durch Kunst. Wie diese Sehnsucht im Seniorenheim gelebt und erlebt wird, zeigt diese Ausstellung und ihre Entstehungsgeschichte.

Ausgehend von der Situation im Altenheim, die durch Passivität, durch das Versorgt-werden-wollen und durch mangelndes Selbstvertrauen der BewohnerInnen geprägt ist, wurde  ein Konzept entwickelt, das mit Hilfe des Einsatzes von Kunst die ältere Generation zu einer aktiven Haltung führen will.
Durch mitgebrachte Lieblingsmusik, entwickelten Bewegungschoreographien, verschiedenste Kleidungsstücke entsteht die vielleicht gar nicht so erstaunliche Erfahrung, dass die Möglichkeit, der sehr funktionalen und einheitlichen Ästhetik der Situation zu entfliehen, sich außerordentlich belebend auf SeniorInnen auswirkt. Sie stimuliert das Körpergedächtnis und eine sehr archaische Form der Bezogenheit. Nach und nach entstehen Fotos, die gemeinsam von KünstlerInnen und SeniorInnen bearbeitet werden. Die Kollagen erlauben Kopfreisen in vergangene und versunkene Welten, ermöglichen aber auch ungelebte Seiten des Lebens zum Klingen zu bringen, ihnen ein wenig Realität zu verleihen.

Mit den Fotos entsteht eine Ausstellung, die alten Menschen teilen dadurch ihre Erfahrungen. Dabei sind überraschende Bilder entstanden, fern ab von dem, was man sich üblicherweise erwartet. Gemeinsam ist es gelungen, Sehnsucht zu leben und Alltag zu überschreiten und einmal mehr zu erfahren, dass die Beschäftigung mit schönen Dingen, mit Kunst und Ästhetik, Menschen stärkt ihre Lebenskraft und Lebensfreude zu finden und sie zu leben.

Ausstellung: 5. - 30. SEPTEMBER 2007

Eine Kooperation von UNI T, Caritas und dem stadtmuseumgraz
Finanzgeber: Zukunftsfonds Steiermark, Kulturabteilung des Landes Steiermark, BMSK, BMUKK, Stadt Graz Kulturamt

4. Mai bis 2. September 2007
Eröffnung: 3. Mai 2007, 19.00 Uhr

MEMORY XS.

Eine Ausstellungsinstallation über Wolfgang Bauer

Ein Erinnerungsexzess seiner Freunde und Weggefährten erzeugt Geschichten und Images vom MENSCHEN AUTOR REGISSEUR EROTOMANEN EXZESSIVEN DENKER SPIELER UND MALER Wolfgang Bauer. Die Vielfalt an Erzählungen und Legenden von Graz bis San Francisco oder Singapur, festgehalten in Video-Interviews, korrespondiert mit Bauers Vermischung von Leben und Kunst, Realität und Fiktion.

Wolfgang Bauer war einer der prominentesten Autoren aus dem Umfeld des Grazer Forum Stadtpark, seine erfolgreichsten Theaterstücke wie „Magic Afternoon“ und „Change“ sind in viele Sprachen übersetzt und wurden weltweit gespielt. Bauer war Österreichischer Staatspreisträger und einer der bedeutendsten Künstler der Stadt Graz überhaupt. Er starb 2005 im Alter von 64 Jahren.

Das stadtmuseumgraz eröffnet mit MEMORY XS den Zugang zu subjektiven Erinnerungen an jene Persönlichkeit, die paradigmatisch für die in den 60er und 70er Jahren erfolgte Liberalisierung des intellektuellen und künstlerischen Klimas in Graz und darüber hinaus steht. Die simultane Präsentation vieler verschiedener Erzählungen über den Abwesenden ist der besonderen Art von Dramaturgie verpflichtet, die Bauer vielen seiner Stücke unterlegte - MEMORY XS holt diesen in einem „höheren Sinn“ in die Gegenwart zurück.

Unter anderen wirken mit: Gert Jonke, Christian Ludwig Attersee, Herbert Achternbusch, Max Droschl, Franz Ringel, Barbara Frischmuth, Gottfried Helnwein, Alfred Kolleritsch, Olga Neuwirth, Paulus Manker, Kurt Palm, Heribert Sasse, Ulrich Schulenburg, Heinz Sichrovsky, Peter Weibel sowie Heidi und Jack Bauer.

MEMORY XS - eine Ausstellungsinstallation über Wolfgang Bauer, kuratiert von Karl Welunschek, unter der wissenschaftlichen Leitung von Paul Pechmann, produziert von der Filmfirma art-media.

Öffnungszeiten: Di - So, 10.00 bis 18.00 Uhr.

Wolfgang Bauer Symposion des stadtmuseumgraz  15. bis 16. Juni 2007.

 

24. MAI- 2. SEPTEMBER 2007  (VERLÄNGERT BIS 14. OKTOBER 2007)

WELTENBÜRGERINNEN IV

Wilhelm Kienzl 1857 bis 1941. Der Komponist des Evangelimann

 Das stadtmuseumgraz zeigt als Folge IV seiner Reihe "WeltenbürgerInnen" bis 2. September die Ausstellung "Wilhelm Kienzl 1857 - 1941. Der Komponist des Evangelimann". Der im oberösterreichischen Waizenkirchen Geborene kam mit seinen Eltern 1861 nach Graz, wo sein Vater, ein Liberaler, von 1873 bis 1885 Bürgermeister war. Nach Studien- und Wanderjahren als Kapellmeister und Pianist lebte er von 1897 bis 1917 wieder in Graz und anschließend, bis zu seinem Tod, als vielfach geehrter Komponist und Musikschriftsteller in Wien.

KOOPERATION MIT DER GRAZER OPER
Unmittelbarer Anlass, Wilhelm Kienzl in einer von Direktor Otto Hochreiter kuratierten und vom Grazer Operndramaturgen Bernhard Krispin wissenschaftlich geleiteten Ausstellung mit zahlreichen Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen zu präsentieren, ist neben dem Umstand, dass die Musikaliensammlung des stadtmuseumgraz  über einen nicht unerheblichen Kienzl-Bestand verfügt, die derzeitige Aufführungsserie seines einstigen Welterfolgs Der Evangelimann in der Grazer Oper. Dieses musikalische Schauspiel, mit 5.300 Aufführungen bis 1935 die erfolgreichste deutsche Oper zwischen Wagner und Richard Strauss, spielt die Grazer Oper in einer exemplarischen Inszenierung zum ersten Mal nach 48 Jahren wieder.

DIE AUSSTELLUNG
Die Ausstellung "Wilhelm Kienzl 1857 - 1941. Der Komponist des Evangelimann" im stadtmuseumgraz zeichnet im ersten Abschnitt anhand von zahlreichen Belegen aus der Handschriftensammlung der Wienbibliothek diesen einmaligen Erfolg einer deutschsprachigen Oper in den Neunzigerjahren des 19. Jahrhunderts nach, einem Jahrzehnt, in dem auch heute die Spielpläne bestimmende italienische Opern wie "Manon Lescaut", "Falstaff", "Tosca", Giordanos "Andrea Chénier" sowie die Verismo-Hauptwerke "Cavalleria rusticana", "Pagliacci" und "La Bohème" erstaufgeführt wurden.

Im zweiten Abschnitt der Ausstellung werden die wesentlichsten Lebensstationen Wilhelm Kienzls entlang eindrucksvoller Exponate nachgezeichnet, von den Kinderzeichnungen des Siebenjährigen, die einen unverstellten Blick auf Kienzls Persönlichkeit erlauben, bis zur Totenmaske und Originalfotografien von seinem Begräbnis in Wien.

DER KONSERVATIVE
Kienzl gehörte nicht zu den fortschrittlichsten Komponisten seiner Zeit.
Auf eine der damals üblichen Expertenumfragen nach der modernen Musik antwortet Kienzl 1900, dass "nur Das [!] Berechtigung [hat], was dem allgemeinen Bedürfnisse entspricht, nämlich das Volkstümliche" .
Wilhelm Kienzl betrieb auch eine martialische Abwehr der "ungesunden Autosuggestion" der "Cerebralmusik" (die seiner "Herzensmusik" gegenübersteht). Dieser Standpunkt verdankt sich auch einer ästhetischen Verlorenheit, die Kienzls Hochschullehrer, der Kritikerpapst und Wagnergegner Eduard Hanslick, zuvor als Paradoxon konstatiert hatte: "Wer nicht wagnerisch komponiert, der ist heute so gut wie verloren, und wer es nicht thut, ist's erst recht".

DER DEUTSCHNATIONALE
Kienzls Beitrag zur Ersten Republik, die den "Anschluss" an Deutschland bei der Staatsgründung im Auge hatte, was allerdings dann durch die Friedensverträge verboten wurde, war die nie populär gewordene, 1920 komponierte Staatshymne nach einem Text des damaligen sozialdemokratischen Staatskanzlers Karl Renner "Deutschösterreich, du herrliches Land, wir lieben dich!".

Deutschnationale Gesinnung hatte Kienzl schon vor der Jahrhundertwende bewiesen: Bezüglich der Zukunft der deutschen Oper äußerte sich Kienzl im Uraufführungsjahr seines Evangelimann, 1895, mit Berufung auf "die gesunde Natur des deutschen Künstlers", der "wie so oft schon, dem welschen Feinde mit einer neuen, edlen Kunst den Todesstoß versetzen" wird.

WILHELM KIENZL HEUTE?
Was bedeutet Wilhelm Kienzl uns heute im 150. Jahr nach seiner Geburt? Was ist seine Aktualität? Sein Evangelimann ist oft Jahrzehnte lang, auch nicht auf österreichischen, Bühnen zu sehen. Kienzls Chöre und Lieder werden heute noch seltener aufgeführt als seine sonstigen Bühnenwerke.
Auch der einst viel beachtete Musikschriftsteller Kienzl ist heute weitgehend vergessen.

Was ist von Wilhelm Kienzl geblieben? Die Erinnerung an einen in die beharrenden Gedanken seiner Zeit verstrickten Musiker, einen ernsten Mann voll hoher ethischer Ansprüche und künstlerischer Ideale, dessen Blütenträume allerdings nicht alle reiften und der sich über das nachlassende Interesse an seinem Werk nach dem Ersten Weltkrieg bitter beklagte. Der erklärte Konservative Wilhelm Kienzl, sein Erfolg und späterer Misserfolg, sind heute auch aus einem aus Tradition und Vorurteil geprägten Zeitgestus der Jahrzehnte vor dem Großen Krieg heraus zu verstehen.

Die Ausstellung des stadtmuseumgraz versucht die Figur Wilhelm Kienzl wieder näher zu rücken und aus der Zeit heraus verstehbar zu machen, aus einer Zeit, die vielfach auf eine Stimmigkeits-Ästhetik als Hintergrundfolie für einen furchtbaren Stillstand setzte.

Otto Hochreiter

Eröffnung: 22. März 2007

Helga Schaefer-Matyi

WELTENbürgerInnen

Die Grazer Malerin und Autorin Helga Schaefer-Matyi (1918 - 2006), Tochter des Malers Paul Schmidtbauer, trat bereits als Siebzehnjährige mit Gedichten an die Öffentlichkeit. Nach Stationen in London (1938), Bonn, Köln, Kiel und München lebte sie seit 1982 wieder in Graz.

Ihre Malerei wurde durch einen langjährigen Aufenthalt in München in den Sechzigerjahren gefördert, wo sie u.a. mit dem Gründer der "Gruppe ZEN", Rolf Cavael, befreundet war und im "Seerosenkreis" verkehrte. Ihr Stil ist von kräftiger Farbigkeit, sie integriert expressive, abstrakte und surreale Stilelemente auf unverwechselbare Weise. Bemerkenswert ist die gesellschaftspolitische Dimension ihres Werkes, ihre kritische Auseinandersetzung mit globalen Fehlentwicklungen wie z.B. im Bild "Sarajewo usw." Öl/Holz 1998.

Nur wenige Lyrikbände geben Einblick in ihr literarisches Werk, viel Unpubliziertes befindet sich im Franz-Nabl-Institut in Graz. Sie war die wichtigste Zeitzeugin der bewegten Kunstszene um die Sezession im Graz der Zwischenkriegszeit und machte sich mit ihrem umfangreichen Archiv über die Sezession Graz und die steirische Kulturszene, das sich nun in der Neuen Galerie befindet, auch um die lokale Kulturgeschichte verdient. Die Ausstellung "Moderne in dunkler Zeit - steirische KünstlerInnen 1933-45" wurde von ihr entscheidend gefördert.

 

16. Februar 2007 bis 16. September 2007 (verlängert)

Graz Panorama Conrad Kreuzer

Dir. Otto Hochreiter: Einführung in die Ausstellung
Dr. Franz Leitgeb: Kreuzer-Veduten als stadtgeschichtliche Quellen
Eröffnung: StR Werner Miedl

Mit sieben, zum Teil großformatigen Stadtveduten des 1810 in Graz geborenen Conrad Kreuzer, Schlüsselwerken zur Stadttopographie, sind einzigartige Grazbilder der Biedermeierzeit aus ehemaligem Grazer Privatbesitz wieder nach Graz zurückgekommen. Dieser bedeutendste stadtgeschichtliche Sammlungszugang der letzten Jahrzehnte wird nun zusammen mit den Kreuzer-Veduten des stadtmuseumgraz gezeigt.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Graz-Panorama-Ansichten mit Betrachterstandpunkt Schloßberg aus den Jahren 1840 und 1841.

 

JOHANN BERNHARD FISCHER VON ERLACH 1656–2006

Eine Ausstellung gestaltet von SPLITTERWERK.

Finissage im Rahmen eines Museumsfrühstücks in der Ausstellung mit Rahmenprogramm und Kuratorenführung mit Dr. Andreas Kreul (Kunsthalle Bremen).
Am 15. April 2007 ab 10.00 Uhr

 

Constantia et fortitudo - BestÄndigkeit und StÄrke

Ein Abend als Bergfest zur Ausstellung Johann Berhard Fischer von Erlach 1656-2006
Am 9. März 2007 ab 17 Uhr

Dr. Christian Benedik (Albertina Wien)
Im Sinne Fischers von Erlach - Zur Vollendung der Wiener Hofburg
Sachlichkeit versus Ästhetik im Zusammenhang mit der Vollendung der Wiener Hofburg

Prof. Dr. Paul Naredi-Rainer
(angefragt, Innsbruck)
Johann Bernhard Fischer von Erlach und Johann Joseph Fux -
Beziehungen zwischen Architektur und Musik im österreichischen Barock

Dr. Andreas Kreul (Kunsthalle Bremen)
Die Falte oder Wie wird man ein großer Baumeister?
Szenen und Gespräche aus dem Leben des Johann Bernhard Fischer von Erlach gelesen von Tessa Gasser und Tino Sekay aus den Biographien Die Schale des Lichts, Der Hofbaumeister und Johann Bernhard Fischer von Erlach von Bassoe-Hejken. Mit begleitenden Zwischentexten von Dr. Andreas Kreul

CD Präsentation FUX Research Rec 1-3+ von Ralf Freudenberger

Videopräsentation von SPLITTERWERK

Moderation: Otto Hochreiter